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Schulkinder und Diabetes: Wie eine unbeschwerte Schulzeit trotz der Erkrankung möglich ist

Lehrkräfte der Grundschule Sevelten informierten sich bei Diabetes-Beraterin

Regelmäßig bietet das Diabetes-Zentrum des Christlichen Krankenhauses Kurse für an Diabetes erkrankte Kinder an. Im Gespräch mit den Eltern werden dabei immer wieder Probleme und Unsicherheiten vom Umgang mit der Erkrankung in der Schule thematisiert: Wie umgehen mit Geburtstagssüßigkeiten, Klassenfahrten und dem Sportunterricht, wenn Diabetiker in der Klasse sind? Was müssen die Lehrkräfte für den Notfall wissen? Wie sollten sie das Kind unterstützen?

Auch eine 9-jährige Schülerin mit Typ-1-Diabetes aus Sevelten wird im Diabetes-Zentrum behandelt. Sie besucht derzeit die Grundschule Sevelten bei Cloppenburg. Grund genug für das engagierte Lehrerinnen-Team sowie eine ebenfalls betroffene Kollegin der Oberschule Cappeln, um sich einmal umfassend über das Thema Diabetes und Schule zu informieren.

Dazu war vom Diabetes-Zentrum Marita Wernsing zu Gast. Die Diabetes-Beraterin kümmert sich seit vielen Jahrzehnten um die jungen Diabetes-Patienten.  Sie präsentierte in einem kurzen Vortrag wichtige Fakten zum Thema Diabetes und Kinder. Ebenso stellte sie den Umgang mit einem modernen Glukosemessgerät vor. Unterstützt wurde sie dabei von der Mutter der an Diabetes erkrankten Schülerin, die die Ausführungen um persönliche Erfahrungen ergänzte. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion, die zeigte, dass etliche Fragen und Unsicherheiten, z. B. das Verhalten im Notfall und die Gabe von Injektionen bei einer Unterzuckerung existieren.

Immer mehr Kinder mit Diabetes nutzen ein Gerät zur kontinuierlichen Glukosemessung, erklärte Wernsing, auch bei der Schülerin in Sevelten sei das der Fall. Diese Geräte erleichtern den Umgang mit der Erkrankung erheblich. Denn durch die kontinuierliche Messung  mit einem Sensor werden die Werte regelmäßig auf ein Lesegerät oder auch eine Insulinpumpe übertragen. Die Geräte besitzen eine Alarmfunktion, die vor zu hohen oder zu niedrigen Zuckerwerten warnt, so dass rechtzeitig gegessen oder getrunken werden kann, bevor eine Unterzuckerung eintritt.

In der Grundschule Sevelten arbeiten Eltern und Lehrerteam eng zusammen. So hat die Mutter der Schülerin beispielsweise verschiedene Boxen mit Essen und einer Anleitung für die Lehrer vorbereitet, eine davon wird z. B. mit in den Sportunterricht genommen. Dass der Idealfall, bei dem Eltern, betroffenes Schulkind und Lehrer optimal kooperieren, nicht selbstverständlich ist, war aus den Erfahrungsberichten einiger Lehrerinnen herauszuhören.

Umso wichtiger sei es, dass die Lehrkräfte selbst so gut wie möglich informiert sind, betonte Wernsing: „Die Lehrer sollten alle notwenigen Hilfestellungen geben. Hierzu gehört, dass die Kinder jederzeit ihren Blutzucker kontrollieren dürfen und immer wenn nötig essen und trinken können. Auch sollten die Lehrer die Warnzeichen für eine Unterzuckerung erkennen können.“ Die Mutter der Schülerin ergänzt: „Bei unserer Tochter ist zum Beispiel starkes Zittern und Heißhunger auf Süßes ein Zeichen für eine beginnende Unterzuckerung.“
 
Ein Thema war zudem das Problem der Klassenfahrten, denn häufig müssen Schulkinder mit Diabetes zu Hause bleiben, wenn eine adäquate Betreuung auf der Fahrt nicht gegeben ist. Inzwischen gebe es die Initiative „Klassenfahrtenbetreuung“ der Deutschen Diabetes-Hilfe, die mit einem umfassenden Hilfsangebot vielen Kindern eine Teilnahme an mehrtägigen Fahrten ermöglicht, so Wernsing.

 


Bildunterschrift:
Schulkinder und Diabetes – Lehrerinnen, Eltern trafen sich mit Diabetes-Beraterin Marita Wernsing (4. v. l.) zum Austausch in der Grundschule Sevelten.

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